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Wo steht eigentlich was von Wohngebieten ?

    Wir suchen das schönste Panoramabild 2017 unter Wettbewerb ​​
    • Hallo Spookymike,
      ich hoffe, ich kann das entwirren.
      Als die Drohnenverordnung erschienen ist haben viele gerätselt und interpretiert.

      Maßstab ist immer der Gesetzestext und / oder dazu ergangene Verwaltungsvorschriften oder Durchführungsbestimmungen.
      Das Problem ist nur:
      Einen Gesetzestext muß man auch richtig lesen können.
      Das ist nicht anmaßend oder überheblich gemeint und auch kein Vorwurf, nur das ist eine Wissenschaft für sich.

      Du mußt bitte 2 Dinge trennen:
      • Überfliegen
      • Betreten
      Die Drohnenverordnung regelt nur das Überfliegen
      Das Betreten fremden Eigentums muß im Einzelfall erfragt werde.
      Im Einzelfall, nicht immer.
      Auch bevor es Drohen gab, haben wir den Bauern immer gefragt, ob wir auf seinen Acker dürfen.
      Normalerweise hat der Bauer nur ein Interesse daran, dass seine Feldfrüchte nicht zertrampelt werden
      Ich hatte dir einen Link eingestellt über Betretungsrechte
      Danach gibt es in Deutschland sehr viele Flächen im landwirtschaftlichen- und forstwirtschaftlichen Bereich, die der Allgemeinheit zur Erholung und dem Sport dienen.
      Da braucht du niemanden fragen, hier wird sogar zu deinen Gunsten als Sporttreibender (Flugmodelle sind Sportgeräte) das Eigentumsrecht des Grundstückseigentümers (des Bauern) eingeschränkt
      Lese das bitte vielleicht nochmal durch.
      Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt
      In einigen Ländern darfst du in diesen Gebieten nicht mit dem Rad fahren.
      In Bayern hat das Ganze sogar Verfassungsrang
      Zitat WIKIPEDIA:
      Eine Besonderheit ist Art. 141 der Verfassung des Freistaates Bayern. Dieser macht unter anderem den freien Zugang zu Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur zusammen mit dem Betretungsrecht zum Verfassungsrecht. Er verpflichtet Gemeinden und den Staat, der Öffentlichkeit den Zugang zu Bergen, Seen und Flüssen zu ermöglichen, weshalb in Bayern ein gesetzliches Vorkaufsrecht des Staates an Seeufergrundstücken existiert.

      Spookymike,
      du kommst doch aus Bayern, du Glücklicher :thumbup:

      Gruß
      Uli

    • Danke für die schöne Erklärung. Interessante Aspekte!

      Es gibt aber im Gesetzestext die Versicherungspflicht! Also meine Modelle müssen versichert sein. Ich bin seit gut 12 Jahren seit ich damals mein X-UFO von Silverlit gekauft habe
      beim DMFV versichert!
      Die Versicherung verlangt grundsätzlich die Einverständnisserklärung des Grundstückseigentümers!
      Also sah ich das bisher so:
      Keine Einverständnisserklärung - Kein Versicherungsschutz - Verstoss gegen das Gesetz - Illegal fie


      Hubsano schrieb:

      Starte doch vom Weg
      Der Weg gehört aber auch Irgendjemanden und wenn es eine Gemeinde ist
    • Alle Flächen gehören irgend jemandem.
      Wenn nicht natürlichen Personen (z. B. Landwirten), dann juristischen Personen:
      Kommune, Land, Bund.
      Die Autobahn gehört auch dem Staat, trotzdem fragst du doch keinen, wenn du drauf fahren willst.
      Versuch das mal mit der gemeindeeigenen Fläche genau so zu sehen.
      Du bist Teil der Gemeinde und somit nutzungsberechtigt.
      Wenn du da unsicher bist, dann frage doch mal deinen Gemeindevertreter oder Bürgermeister.

    • Spookymike schrieb:

      Die Versicherung verlangt grundsätzlich die Einverständnisserklärung des Grundstückseigentümers!
      Ich bin auch im DMFV

      Als diese Versicherungsbestimmung geschaffen wurde, war es üblich dass Modellflug mit Flächenmodellen oder Hubschraubern von geeigneten Flächen aus betrieben wurde.
      Wenn das kein Vereinsgelände war, dann irgendwo in der Pampa mit Zustimmung des Bauern.
      Da gab es noch keine Drohnen.
      Damit schützt der DMFV auch Mitglieder, die nicht einem Verein angeschlossen sind

      grundsätzlich bedeutet, dass es Ausnahmen gibt.
      In unserem Falle will der Grundstückseigentümer (Kommune, Land Bund) aber gar nicht gefragt werden
      Er gibt dir ein generelles Betretungsrecht
      Du darfst betreten ohne zu fragen (wen auch?)und verstößt nicht gegen die Bestimmungen der Modellflughaftpflichtversicherung.

    • Fliegen in öffentlichen Grün- und Parkanlagen

      Es gibt viele Städte und Gemeinden, die das Fliegen von Flugmodellen in den öffentlichen Grünflächen, Parks, Gärten usw. verbieten.
      Dies wird dann in Verordnungen bekanntgegeben.
      In Krefeld heißt das Teil:
      "Ordnungsbehördliche Verordnung über die öffentliche Sicherheit und Ordnung auf den Verkehrsflächen und Anlagen in der Stadt Krefeld"
      Dort ist kein Verbot ausgesprochen, ich dürfte also......

      Die Stadt Köln hat das Fliegen von Flugmodellen z. B. verboten.
      In § 24, Abs.4 der Kölner Stadtordnung steht:
      Zitat:
      "Ebenso ist es verboten.......Modellfluggeräte zu nutzen

      Die Kölner VO ist vom 29.01.2017
      Zwar recht frisch aber noch vor Erscheinen der DrohnenVO in Kraft getreten.

      Es ist zu erwarten, dass mit in Kraft treten der Drohnenverordnung im April 2017 viele Gemeinden und Städte ihre diesbezüglichen Verordnungen anpassen uder bereits angepasst haben und das Fliegen von Drohnen regeln/ geregelt haben..
      Ich empfehle daher, die im Einzelfall bestehende Rechtslage mit der örtlich zuständigen Ordnungsbehörde abzuklären.


      LG

      Uli

    • Ich erinnere mich mit wehmut zurück als vor noch wenige Jahren kein Hahn danach gekräht hat. Ich bin ja schon seit 12 Jahren Multicopter Pilot. Angefangen mit dem Silverlit X-UFO aus dem sich eigentlich alles
      was wir heute kennen heraus entwickelt hat. Wir haben uns vom damaligne X-UFO-Forum noch regelmässig "Traditionell" zum Oster/Pfingsfliegen im Münchner Olympiapark getroffen. Aus heutiger Sicht ein No-Go,
      aber damals hat sich niemand beschwert. Wir waren halt ein Haufen Nerds mit seltsamen Flugobjekten. Jeder war interessiert und fasziniert. Auch damals schon flogen regelmässig Kompaktkameras mit :(
    • Es steht aber auch in der Grünflächenverordnung der Stadt Köln vom 06.02.2003 unter

      §4 -
      Punkt 2.
      Untersagt ist auf öffentlichen Grünflächen:

      die Benutzung von Schleuder- ,Wurf-, oder Schießgeräten sowie der Betriebvon Modellflugzeugen mit Ausnahme von ungefährlichem Kinderspielzeug;
      Gruß André

      Yuneec Typhoon H Pro ohne RS mit außen liegender 3ten Antenne (8/2016)
      Firmware (EU)
      Gimbal:v1.25, Autopilot:v1.35, Camera:v3.2.34(E)
      ST16
      Firmware (EU)
      V03.01.b30

      Wirkungskreis Raum Frechen (bei Köln)

      Typhoon HA (D-OIT-EW8)
    • Edit:
      bezieht sich auf Beitrag von @Hubsano Wo steht eigentlich was von Wohngebieten ?
      (Mein Ipad spinnt grade und Zitatfunktion funktioniert nicht...)


      Moment mal und aufgepasst,
      ganz so einfach ist das in Bayern auch wieder nicht,

      denn nicht nur Schlösser sondern auch die meistengrossen Seen Bayerns sind im Grundbesitz dsr Bayr. Staates und dessen Schlösser und Seenverwaltung erlaubt NICHT den Überflug der Grundstücke OHNE Einzelzustimmung,


      ZITAT:
      Einsatz von Drohnen / Multikoptern

      Grundsätzlich bedürfen Luftaufnahmen, die über dem Grundbesitz der Bayerischen Schlösserverwaltung angefertigt werden, der Genehmigung. Das gilt auch, wenn dazu ferngesteuerte Drohnen, Multikopter o.ä. für Film- oder Fotoaufnahmen eingesetzt werden. Grundsätzlich wird nur in wenigen begründeten Ausnahmefällen und nur unter bestimmten Auflagen die Aufnahme mit solchen Fluggeräten genehmigt. Der Einsatz führt zu einer erhöhten Gefährdung von Personen und den denkmalgeschützten Objekten der Schlösserverwaltung, zu einer möglichen Verletzung von Rechten und zu einer Störung des Kultur- und Naturdenkmals. Voraussetzung für die Genehmigung ist auch die Vereinbarkeit mit den örtlichen Schutzgebietsverordnungen sowie die Einhaltung der ansonsten geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften.



      zu finden hier:

      Bayerische Schlösserverwaltung | Service | Drehgenehmigung


      der freie Zugang wird NICHT für Drohnen gewährt...
      viele Grüße
      Boernie

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Boernietiger () aus folgendem Grund: Zitat klappt grade nicht

    • Hubsano schrieb:

      ...Schutzgedanke wie beim Grundstück (Recht am eigenen Bild/ Schutz privater Rechte nach dem Grundgesetz)...
      Das ist der größte Humbug in der ganzen neuen Gesetzgebung:
      Wenn ich ein Grundstück ausspionieren möchte fliege ich doch lieber neben dem Grundstück als darüber.
      So bekomme ich bessere Einblicke und schönere Bilder als direkt von Oben. Ausserdem existiert dieses Recht schon
      und benötigt keine "Neufassung" innerhalb der Drohnengesetzgebung. So ist das aktuelle Gesetz zumindest
      in dem Teil nur ein Placebo für die potentielle Wählergemeinschaft.

      Eine Mindesthöhe von z.B. 50 Metern für Wohngrundtücke wäre da sinnvoller gewesen. Die meisten Kopter
      sind sowieso mit einem extremen Weitwinkel ausgestattet, so das aus der Höhe kaum noch Details zu erkennen sind.
      Erst wenn man unter 50 Metern unterwegs sein will benötigt man die Genehmigung des Verfügungsberechtigten.
      So würde ein Schuh draus.
      Grüße auss´m Pott
      Gerhard
    • GeBo-920 schrieb:

      Das ist der größte Humbug in der ganzen neuen Gesetzgebung:Wenn ich ein Grundstück ausspionieren möchte fliege ich doch lieber neben dem Grundstück als darüber.
      Auch dabei darfst Du die Kamera nur so ausrichten, dass sie eben nicht das Nachbargrundstück filmt. Das ist "schon immer" so geregelt.

      GeBo-920 schrieb:

      So bekomme ich bessere Einblicke und schönere Bilder als direkt von Oben. Ausserdem existiert dieses Recht schon...
      Eben!

      GeBo-920 schrieb:

      ... und benötigt keine "Neufassung" innerhalb der Drohnengesetzgebung. So ist das aktuelle Gesetz zumindest
      in dem Teil nur ein Placebo für die potentielle Wählergemeinschaft.
      Zustimmung!

      GeBo-920 schrieb:

      Eine Mindesthöhe von z.B. 50 Metern für Wohngrundtücke wäre da sinnvoller gewesen. Die meisten Kopter
      sind sowieso mit einem extremen Weitwinkel ausgestattet, so das aus der Höhe kaum noch Details zu erkennen sind.
      Erst wenn man unter 50 Metern unterwegs sein will benötigt man die Genehmigung des Verfügungsberechtigten.
      So würde ein Schuh draus.
      "Die meisten " ja, aber nicht alle (Ty 920 z.B.)
      Dennoch: Interessanter Ansatz, doch schwer umzusetzen bzw. vom Betroffenen nachzuweisen.

      Old-Papa
    • @old-papa
      @Pixhai

      Ja sicher gibt es auch Tele. Ich fliege selbst einen 920 und habe für die CGO4 vier Objektive und davon 2 Tele. Wenn ich dann von einem besorgten Bürger angesprochen werde zeige ich das Bild auf der Funke her und das natürlich mit Weitwinkel. ;) Bis dato habe ich damit noch alle Kritiker beruhigen können.

      Das Problem ist doch, das dem Kopterflieger von vorn herein "Spionage" vorgeworfen wird. Das ist doch das Schitzphrene. Wenn ich mich mit einem 600er Tele und meiner GH4 auf einem Hügel auf die Lauer lege kann ich genauso Grundstücke ausspionieren.
      Nur das interessiert keinen, weil es keiner sieht.
      Grüße auss´m Pott
      Gerhard